Sie möchten hauptberuflich als Social Media Manager*in agieren? Dann beantworten Sie sich selbst, wie sehr Sie den folgenden Aussagen zustimmen. Dabei geben Sie sich
null Punkte, wenn Sie einer Aussage gar nicht zustimmen,
einen Punkt, wenn Sie unentschieden sind,
zwei Punkte, wenn Sie generell zustimmen,
drei Punkte, wenn Sie voll und ganz zustimmen.
Addieren Sie Ihre gesammelten Punkte, am Ende des Fragebogens fnden Sie dann die Auswertung.
Frage
1.
Ich habe großes Interesse an Social Media und den Auswirkungen, die diese auf Unternehmen und die Gesellschaft haben.
2.
Wenn ich auf ein Ziel hinarbeite, gebe ich nicht so schnell auf.
3.
Ich arbeite gerne am Mac oder PC.
4.
Ich interessiere mich für die sozialen Medien und halte mich gerne in diesen auf.
5.
Ich gehe bewusst mit meinen Daten im Internet um.
6.
Ich probiere gerne neue Netzwerke und deren Möglichkeiten aus.
7.
Herausforderungen machen mir Spaß.
8.
Prozesse und Abläufe in Unternehmen interessieren mich.
9.
Ich kann gut selbstständig arbeiten.
10.
Ich behalte gut den Überblick.
11.
Ich bin flexibel.
12.
Ich mag Veränderungen.
13.
Ich kann die Konsequenzen von Veränderungen abschätzen.
14.
Ich habe Spaß daran, mit den unterschiedlichsten Personen zu kommunizieren.
15.
Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen.
16.
Ich weiß, wie ich mir einen guten Ausgleich für den Beruf schaffen kann.
17.
Ich habe Spaß an Technik und Technologie.
18.
Ich vertrete meine Meinung, bin aber auch offen für Argumente.
19.
Ich kann gut auf andere Menschen eingehen.
20.
Ich kann meine Ideen gut visualisieren und beschreiben.
21.
Ich kann Fachwissen verständlich vermitteln.
22.
Rückschläge sind für mich kein Grund, aufzugeben, sondern Ansporn, es noch mehr zu versuchen.
23.
Ich traue mir zu, eine Strategie zu entwickeln und daran gemessen zu werden.
24.
Social Media sind mehr als Facebook.
25.
Ich traue mir zu, Präsentationen zu halten.
26.
Ich lerne gerne Neues dazu.
27.
Ich bin bereit dazu, mich in meiner Freizeit weiterzubilden und Branchenveranstaltungen zu besuchen.
28.
Ich kann mich gut selbst organisieren.
29.
Ich bin hin und wieder bereit dazu, Überstunden zu machen und zu außergewöhnlichen Zeiten zu arbeiten, wenn der Beruf es erfordert.
30.
Auch in Stresssituationen kann ich gut überlegte Entscheidungen treffen.
31.
Kritik sehe ich nicht negativ, sondern als Anstoß.
32.
Ich kann mich von Beleidigungen emotional distanzieren.
33.
Ich interessiere mich für Marketing und Kommunikation.
34.
Ich finde es spannend, wie Social Media Abläufe in Unternehmen unterstützen können.
35.
Wissensmanagement ist für mich kein Fremdwort.
36.
Eine gute Rechtschreibung und Ausdrucksweise gehören zu meinen Fähigkeiten.
37.
Ich löse gerne Probleme.
38.
Ich kann um die Ecke denken.
39.
Ich bin gerne kreativ.
40.
Ich brauche keine engen Handlungsvorgaben, um gute Ergebnisse zu erzielen.
41.
Ich bin in der Lage, Ziele auf Messwerte herunterzubrechen.
42.
Ich bin gegenüber meinem Arbeitgeber loyal.
43.
Ich kann Prioritäten setzen und mich an diese halten.
44.
Ich kann Gespräche moderieren.
45.
Ich kann große Aufgaben in kleinere Teile aufbrechen und nach Plan abarbeiten.
46.
Ich habe Spaß an der Bearbeitung von Videos und Grafiken
47.
Ich habe Spaß am Netzwerken.
48.
Ich bin ein offener Mensch.
49.
Gute Manieren sind für mich selbstverständlich.
50.
Wenn ich mich auf ein Projekt einlasse, bin ich mit Herzblut dabei.
51.
Ich kann gut in Teams arbeiten.
52.
Ich habe meine Emotionen unter Kontrolle.
53.
Ich habe keine Angst davor, meine Meinung vor dem Vorstand zu verteidigen.
54.
Ich kann mich in die Bedürfnisse anderer Personen hineinversetzen.
55.
Ich habe keine Angst vor Zahlen und Statistiken
Auswertung
0 bis 30 Punkte: So wie es aussieht, passt der Beruf Social Media Manager*in nicht zu Ihnen oder es wird zumindest sehr anstrengend für Sie werden, wenn Sie diese Position anstreben.
30 bis 100 Punkte: Können Sie sich vorstellen, dass Sie Fragen, die Sie mit null oder einem Punkt beantwortet haben, in Zukunft höher bewerten? Dann könnte es sich durchaus für Sie lohnen, sich intensiver mit dem Berufsbild auseinanderzusetzen.
Mehr als 100 Punkte: Sie bringen offensichtlich gute Voraussetzungen für die Position Social Media Manager*in mit.
Das Bedürfnis nach Community ist so alt wie die Menschheit selbst. Menschen haben sich schon damals in Gruppen zusammengefunden. Das ist wenig verwunderlich, denn wer ohne Strom, fließend Wasser und Supermärkte seinen Alltag bestritt hatte einen großen Vorteil davon sich einer Gruppe anzuschließen. Die erste unbequeme Wahrheit ist nämlich – der Mensch ist im Kern egoistisch. Das ist nicht so negativ gemeint, wie es in unseren gesellschaftlich konditionierten Ohren klingt. Im Hinblick auf das Fortbestehen der Menschheit ist gesunder Egoismus schlichtweg sinnvoll. Denn es bedeutet, das sich ein Individuum nur dann einer Gruppe anschließt, wenn der Nutzen in dieser Gruppe zu sein größer ist als der, Einzelgänger*in zu bleiben.
Natürlich haben wir uns als Spezies weiterentwickelt. In der Regel müssen wir jetzt nicht mehr mit unseren Clan den Säbelzahntiger bekämpfen und manche von uns überlegen sogar, wie Sie zum Mars übersiedeln können. Unser Gehirn tickt aber nach wie vor wie in der Steinzeit.
Teil einer Community wird nur, wer sich davon einen Vorteil verspricht
Vivian Pein
Das bedeutet – sämtliches menschliches Verhalten ist darauf ausgelegt einen gefühlten Mangelzustand zu beseitigen oder etwas Positives zu gewinnen. Das ist für Community und Social Media Manager:innen praktisch, denn die psychologischen Grundprinzipien hinter menschlichem Verhalten sind gut erforscht. Wer sich mit Verhaltenspsychologie und Motivationstheorien beschäftigt, weiß genau welche Knöpfe er oder sie drücken muss um gewünschtes Verhalten zu erreichen.
Natürlich kann man diese Prinzipien auch für die dunkle Seite der Macht nutzen, wie wir an so einigen Parteien und Ströhmungen sehen, deswegen möchte ich Euch eine moralische Prämisse mit an die Hand geben. Fragt Euch bitte immer “Wie kann ich das Leben meiner Community, wie kann ich die Gesellschaft ein Stück besser machen”? Seid Euch Eurer Verantwortung bewusst – sowohl Eurer Community gegenüber, als auch den Auswirkungen über diese hinaus.
Die weite Welt der Community Psychologie
Mit der Frage warum Menschen Communitys beitreten und sich in diesen engagieren, haben sich im letzten Jahrhundert viele Forscher:innen und Community Größen beschäftigt. Sagen wir mal so, es gibt sehr viele Theorien, die das Thema aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten, viele Meinungen darüber welche Theorien welche Relevanz besitzen, oder eben nicht. Ich könnte stundenlang über diesen Diskurs und die Stärken und Schwächen der jeweiligen Theorien schreiben. In diesem Artikel möchte ich jedoch die wichtigen Grundprinzipien vorstellen, bei denen nicht nur der größte Konsens besteht, sondern die empirisch belegt und in der Praxis erprobt sind.
Was Menschen motiviert Teil einer Community zu werden und zu bleiben!
Es gibt einen bunten Blumenstrauß an möglichen Motiven warum ein Mensch in einer Community vorbeischaut, die Inhalte konsumiert und sich vielleicht auch anmeldet. Neue Mitglieder zu gewinnen ist im Vergleich noch relativ einfach. Diese langfristig und sinnvoll an eine Community zu binden und zu aktivieren ist die Kür, bei der Psychologie ein gutes Stück helfen kann. In diesem Artikel möchte ich die Grundprinzipien vorstellen, die Community Manager:innen den größten Hebel für eine dauerhafte aktive Community geben: Identifikation, Zugehörigkeit, Anerkennung, Autonomie und Sicherheit
Identifikation und Zugehörigkeit als Grundlage für Community Building
Zugehörigkeit ist ein starker Treiber für menschliches Verhalten, für unser Wohlbefinden und für unsere Emotionen. Zugehörigkeit ist einfacher, wenn ich mich mit einer Gruppe identifizieren kann. Ob ich mich mit einer Gruppe identifizieren kann oder nicht entscheidet darüber, ob ich dieser beitrete und in dieser interagiere. Der Grund dafür ist einfach. Wir Menschen gehen davon aus, dass wir unter Gleichgesinnten mehr Akzeptanz finden ohne uns verstellen zu müssen. Deswegen ist „Sind die wie ich? Mögen die mich?“ die unbewusste Gretchenfrage, bei deren Beantwortung Ihr Euren Community Mitgliedern helfen müsst.
Community braucht Nische
Einfachste Möglichkeit ist hier die Zielgruppe so nieschig wie möglich zu definieren. Wieso? Ihr müsst Euch ganz genau mit den Bedürfnissen, Werten, Zielen und Gefühlswelten Eurer Community auseinandersetzen, damit Ihr die Erlebnisse schaffen könnt, die Menschen ein Gemeinschaftsgefühl geben. Ich spreche dabei gar nicht mal von gemeinsamen Events und Ritualen, oder Sprache und Symbole. Identifikation wird schon durch die Momente gefördert in denen wir denken “Ach, das kenne ich” oder “Ach so bin ich auch”. Je schärfer Ihr Eure Community definiert, desto eher findet Ihr diese gemeinsamen Aha-Erlebnisse. Wisst Ihr was noch mehr Identität schafft? Klare Abgrenzung und ein gemeinsames Feinbild. Ob Düsseldorfer gegen Kölner oder Millenials gegen Boomer, jede Community hat eine Gruppe als Antagoisten und den zu identifizieren und die Unterschiede klar zu benennen schweißt zusammen.
Letzteres ist das Erfolgsgeheimnis des Accounts “Agentur Boomer”, die innerhalb kürzester Zeit mit Memes rund um das Agenturleben mit Boomern zehntausende Menschen auf Instagram zusammengebracht und dazu einen aktiven Slack Kanal etabliert haben. Warum das so schnell ging? Weil die sich Beiträge wie ein Lauffeuer verbreitet haben, weil der “das kenn ich” Effekt so groß war und die Memes tausendfach geteilt wurden.
Genau das Gegenteil ist im übrigen für On-Domain Communitys zu empfehlen. Je Kleiner Ihr anfangt und je exklusiver der Zugang ist, desto größer ist das Zugehörigkeitsgefühl und die Identifikation mit der Community. Ganz einfach weil die Mitglieder sich gebauchpinselt fühlen, weil Sie Teil von Etwas sein können und andere nicht.
Anerkennung stärkt Community Mitglieder
Wenn Ihr richtig gutes Community Management machen wollt, lohnt es sich generell sich mit dem Thema Psychologie und insbesondere Motivation auseinanderzusetzen. Denn egal wie toll Eure Marke ist, hinter allem was Eure Community Mitglieder tun steht immer die Motivation ein Bedürfnis zu erfüllen. Wir haben eben schon gelernt dass Identifikation & Zugehörigkeit starke Motivatoren dafür sind, dass Menschen einer Community beitreteten und sich regelmäßig in dieser engagieren. Die weitere große Sehnsucht, die jeder Mensch hat, ist die nach Anerkennung. Um Anerkennung zu bekommen, müssen wir sichbar sein, uns darstellen oder von Dritten dargestellt werden. Genau hier liegt eine Chance für Community Manager:innen. Ihr müsst Euren Mitgliedern die Gelegenheit geben zu strahlen, eine Bühne bieten und für möglichst viel positive Reaktionen sorgen. Zwei einfache Tricks sind hier:
Keine wünschenswerte Aktion ohne Reaktion Sorgt dafür, dass es keine Beiträge ohne Reaktionen gibt! Gerade wenn ein Mitglied seinen ersten regelkonformen Beitrag in einer Community leistet, muss es dafür eine Rückmeldung bekommen. Und sei es nur ein Like, ein “Danke für Deine Rückmeldung” oder eben ein Emoji, wenn es zur Markensprache passt. Wenn die erste Interaktion unbemerkt bleibt, sinkt die Wahrscheinlichkeit dass sich dieser Mensch jemals wieder engagiert rapide.
Gebt Euren Mitgliedern eine Bühne Die zweite Möglichkeit ist Mitglieder gezielt ins Rampenlicht zu holen. Sei es weil Ihr die Person gezielt auf Ihre Expermse für eine Frage ansprecht, oder einfach durch das regelmäßige Featuren von Community Mitgliedern. Eine der Erfolgsstrategien von Instagram, die von Beginn an regelmäßig spannende Profile vorstellen. Inhalte über die Community sind sowieso immer die erfolgreichsten Inhalte.
Einer der ersten Mitarbeiter bei Instagram war ein Community Manager, der regelmäßig gute Accounts aus der Community vorstellte. Eine Taktik, die Instagram bis heute erfolgreich nutzt.
Selbstwirksamkeit stärkt die Bindung an eine Community
Langfristig ist das Ziel einer richtigen Community, dass diese sich weitestgehend selbstreguliert. Dafür müsst Ihr es schaffen der Community so früh wie Möglich ein Gefühl von “das ist hier meine Community” zu vermitteln. Ein starker Hebel ist hier Selbstwirksamkeit, auch Autonomie genannt.
Ein Gefühl von Selbstwirksamkeit, also der Gedanke „ich kann hier was bewegen oder bewirken“ ist generell ein Mittel um mehr Bindung und Verbindung mit der Community zu schaffen. Deswegen ist es so wichtig Eurer Community dieses Gefühl zu geben, zu vermitteln dass Sie Einfluss haben und sei es nur im Kleinen. Ganz einfache Taktiken sind hier, die Community nach Ihrer Meinung zu fragen. Formuliert geplante Veränderungen als Vorschlag, den Ihr mit der Community diskutiert. Gebt Auswahlmöglichkeiten, was Sie besser finden, oder die Möglichkeit selbst Vorschläge und Ideen einzubringen. Der Mechanismus dahinter ist im übrigen auch der Grund dafür, warum interaktive Inhalte auf Instagram & Co mit die höchste Interaktion bringen.
Community Mitglieder nach ihrer Meinung zu fragen, verstärkt das Gefühl von Selbstwirksamkeit
Sicherheit ist die Grundlage für Community Building
Menschen brauchen Sicherheit um in einer Community zu interagieren. Eine respektvolle Kommunikationskultur das Geheimnis für eine gute aktive Community. Deswegen ist es so unglaublich wichtig Verhaltensregeln für eine Community zu definieren, transparent zu kommunizieren was passiert, wenn sich jemand nicht daran hält das dann konsequent durchzusetzen! Da unterscheidet sich die Community Arbeit wenig von Kindererziehung! Die Community wird Ihre Grenzen austesten und wer hier nicht konsequent eben diese setzt oder selbst ausfallend reagiert, verliert schnell den Respekt.
Community Manager:innen sind Vorbilder für die Community
Seid Euch Eurer Vorbildsfunktion bewusst! Wie Ihr Euch verhaltet setzt den Ton in der Community. Wenn Ihr selbst unter der Gürtellinie agiert, Eure Mitglieder anblafft, oder im schlimmsten Falle sogar beleidigt, dann legitimiert Ihr ein solches Verhalten in der Community. Das gleich gilt, wenn ihr Kommentare unmoderiert stehen lasst, oder sogar noch verstärkt. Dieses Niveau Limbo ist gefährlich. Natürlich lassen sich so auch Gespräche am laufen halten, aber irgendwann bleiben so halt nur noch die Mitglieder aktiv, die sonst keiner haben will. Deswegen kann ich Euch nur eindringlich raten, übernehmt die Verantwortung für Eure Kommentarspalten, geht selbst mit gutem Vorbild voran und bleibt insbesondere dann freundlich und sachlich, wenn man Euch anblafft. Das ist Souveränität und Souveränität bringt Euch Respekt von Eurer Community!
Emotionale Sicherheit ermöglicht tiefe Dialoge
Einen anderen Aspekt von Sicherheit ist die emotionale Sicherheit, der Raum für Verletzlichkeit schafft. Auch ein ganz einfaches psychologisches Prinzip – wenn ich mich Menschen gegenüber öffne und Unterstützung bekomme, dann fühle ich mich verbundener mit diesen. Schafft Raum für Verletzlichkeit und geht auch hier mit gutem Beispiel voran. Erzählt von Euch, teilt Eure Erfahrungen und seid Teil der Community. Wir brauchen gerade jetzt viel mehr Räume in denen wir wir selbst sein können, ohne uns zu verstellen, damit wir uns Zugehörig fühlen in dieser großen chaotischen Welt. Gegenseitiger Respekt ist im übrigen auch wie Schmiermittel für gute Dialoge
So, Ihr habt jetzt das Rüstzeug dafür Community Management und damit die Welt ein kleines bisschen besser zu machen, Für mehr echte Dialoge, Beziehungsaufbau und Verantwortung für eine bessere Kommunikationskultur im Netz.
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